Donnerstag, 28. Februar 2013


Nach vier Jahren meldet sich Alice Russell mit ihrem dritten Soloalbum "To Dust" zurück. Die britische Queen of Soul, wie ich Alice Russell ja immer wieder gern nenne, hat sich für ihr aktuelles Album wieder mit Produzenten TM Juke, der u.a. auch schon für ihre erste Hit-Single "Hurry On" verantwortlich war, zusammengetan. 

Die Zusammenarbeit der beiden genialen Musikern zahlt sich aus. Bereits die erste Single "Heartbreaker" klingt für mich ziemlich hitverdächtig. Doch ich befürchte, dass der ganz große kommerzielle Erfolg mal wieder ausbleiben wird. Im Gegensatz zu ihren britischen Soul-Kolleginnen Duffy und Adele, versucht Russell nichts zu beschönigen oder zu glätten. Ihre Texte handeln von wahrhaftigen Erfahrungen und Gefühlen. Inspiriert wurde Russell von Ereignissen aus ihrem Leben: dem Verlust einer großen Liebe, dem Kampf mit dem Finanzamt und der ständigen Konfrontation mit hochnäsigen Medienvertretern. Mit ihrer Stimmgewalt jagt sie einem all ihren Frust direkt unter die Haut.

Verglichen mit "Pot of Gold" werden auf "To Dust" sehr viel weniger Live-Instrumente eingesetzt.  Das Album kling hart, rau und kantig. Es ist traditioneller Soul mit elektronischen Beats und modernen Rhythmen.

Das Video zu "Heartbreaker" ist ebenfalls zu empfehlen. Zu sehen gibt es den legendären US-Comedian Harry Shearer, der den meisten als englische Stimme von Mr. Burns, Waylon Smithers und Ned Flanders bekannt sein dürfte. Shearer zeigt sich als alternde Transe, die sich im Hotelzimmer auf einen Ausgang vorbereitet.

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